Oftmals sind es die Schattenseiten des Lebens, die einen in die Tiefe reißen, um spüren zu lassen, wie viel Stärke und Kraft in einem liegen.
Ich wurde ganz sicher nicht in irgendwelchen zahlreichen Generationen geboren, die sich schon mit meinen Themen beschäftigt haben. Die Generationen meiner Familie haben Karten allenfalls für eine Runde Skat oder Mau Mau genutzt und nicht, um mit ihrer Hilfe Prognosen zu erstellen, Gott wurde höchstens durch ein Gebet bedacht, aber niemand ist mit ihm in den Dialog gegangen. Die geistige Welt war kein Thema, entsprechend hat auch keiner aus meiner Familie mit ihr gearbeitet.
Als mir aufgrund einer Diagnose und mehrmonatigen Behandlung mein persönlicher Herzenswunsch genommen wurde und mir wieder einmal durch den Kopf schoss, dass mir einfach nichts Gutes vergönnt sei, habe ich angefangen zurückzuschauen:
Weit und breit waren nur Felder, in denen ich stets für andere da war, nur verstreut gab es einzelne winzige Punkte, an denen ich mir wichtig war. Diese Wut, so viel für andere geleistet zu haben und nun zu einer Zeit, als ich Hilfe gebraucht hätte, allein gelassen zu werden, haben mich all die Ereignisse der vergangenen Jahre reflektieren und einen radikalen Schlussstrich ziehen lassen. Allein diesem rigorosen Vorgehen, dem Abschiednehmen von allen und allem, was mir schon so lange nicht mehr gut tat, Wege zu beschreiten, die manchmal aus mehr Stolpersteinen denn befestigtem Grund bestanden, habe ich es zu verdanken, dass es mich heute überhaupt noch gibt.
All diese Erfahrungen waren kein Zufall, sondern hielten meine Chance verborgen – jetzt oder nie, stirb oder kämpf, gehe ein im alten Muster oder schaffe ein neues!
Noch bevor ich Fragen gestellt hatte, flogen mir die Antworten zu und mit jeder Antwort wurde mein Glaube & Vertrauen gestärkt. Egal, wie müde und erschöpfend einige Phasen waren, so habe ich mich trotzdem den Aufgaben der Stolpersteine zugewandt, habe sie in dem Wissen, dass sie für meinen weiteren Lebensweg wichtig sind, mit der notwendigen Aufmerksamkeit begutachtet und bearbeitet, die Weisheit daraus auf meinem Weg mitgenommen und den Anteil, der mir nicht gut getan, mich aufgehalten hätte, zurückgelassen.
Ein Herzenswunsch wurde mir genommen, musste mir genommen werden, denn sonst wäre ich heute nicht die, die ich bin. Doch wurde dieser Herzenswunsch ersetzt, hat mir Wertvolles geschenkt und lässt mich heute andere Träume leben…
Lassen Sie sich an meinem Lebensbeispiel zeigen, was alles machbar ist, ganz egal, wie trübsinnig das derzeitige Dasein auch aussehen mag – nichts auf der Welt sollte die Macht übertragen werden, dass man seinem Leben hoffnungslos ausgeliefert ist und sich daran hindern lässt, sich sein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen zu erschaffen. Es ist völlig egal, wie alt man ist. Jeder kann jederzeit sein Leben ändern, ihm eine andere Richtung geben. Wichtig ist nur, dass man anfängt – jetzt gleich!
